Zitate II

Vom Pater zu den Lasttieren


Januar 2019
Manchmal glaube ich, Zitate auch aktiv weitergeben zu müssen, wie dies hier zum Jahresende 2018 über die Informations-Plattform der "Alten Citroënisten".



Zum Jahresausklang sei mir, einem Ex-Katholiken, an dieser Stelle gestattet, auch ein paar besinnliche Worte (ganz ohne Smileys und Video) einzutragen. Auslöser dafür ist ein Interview in der aktuellen ZEIT mit Benediktinerpater Anselm Grün, der in der Abtei Münsterschwarzach lebt und seit langem einer der gefragtesten Manager-Trainer Deutschlands ist.

Natürlich kann man bei den beiden nachfolgenden Zitaten von Pater Anselm an die verschiedensten Menschen denken, denen man in „unserem“ Unternehmen im Laufe der Zeit begegnen konnte.


“Ein Unternehmen kann sich noch so groß auf die Fahnen schreiben, dass es bei seinen Mitarbeitern eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen will - wenn der Chef sich selbst nicht vertraut, wenn er sich schlecht kennt und seine Schattenseiten ausblendet, dann wird von ihm immer ein Misstrauen ausgehen. Deshalb ist es mir wichtig, nach der eigenen Ausstrahlung zu fragen: Gehen von mir Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht aus? Mag ich die Menschen, oder sage ich das nur nach außen hin?“


Danach gefragt, worüber er sich ärgere, meinte er unter Anderem:


“Was mich auch ärgert ist die Umstrukturierungswut. Natürlich kann eine Firma nicht bei dem Erreichten stehen bleiben, aber ein echter Wandel geht wie in der Natur langsam vonstatten. Und er braucht ein Ziel! Mark Twain schrieb: „Als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie die Anstrengungen.“ Bei manchen Firmen habe ich den Eindruck, sie verwechseln Fortschritt mit Staubaufwirbeln. Sie wollen möglichst viel machen, ohne dass es aus einer inneren Ruhe heraus kommt.“


"Intelligenz besteht darin, dass man in einem neuen Zustand die Essenz der Sache ziemlich schnell finden kann und imstande ist, zu unterscheiden, was wichtig ist und was nicht wichtig ist."




"Google Translate ist ein Übersetzungsprogramm ohne eigene Ideen und Bilder. Die Wörter in so einem Übersetzungsprogramm geben keinen Sinn; sie sind ganz und gar leer. Es gibt viele Beispiele, die zeigen, das Google Translate rein gar nichts versteht."





Douglas Hofstadter in einem Interview zum Thema Künstliche Intelligenz (KI)
Dennoch macht ihm die rasante Entwicklung der KI wirklich Angst!

„Wenn der Mann nicht mit mir zusammen atmet, soll er lieber aufhören zu atmen!“



Peggy Parness Legendäre Gerichtsreporterin und Chronistin der BRD
Sie habe immer jüngere Liebhaber gehabt, keiner sei auch nur eine Stunde älter gewesen als sie.

Beitrag von Stefan Verra in Klartext 2018 zum Thema Körpersprache:



"Die NN-Regel bedeutet: Nase-Nabel-Regel. Respekt, Wichtigkeit und Wertschätzung erkennen wir an der Körperdrehung. Zeigt die gesamte Körperachse, also die Linie zwischen Nase und Nabel, zu unserem Gesprächspartner, sind wir voll bei ihm. Das erhöht dessen Aufmerksamkeit und Aufnahmebereitschaft enorm."

Alter jüdischer Witz nach Carlo Rovelli (Physiker)



Kommt ein Mann zum Rabbi und beklagt sich über einen anderen, mit dem er sich gestritten hat. „Du hast Recht“ sagt der Rabbi.
Daraufhin erscheint sein Gegner und legt dem Rabbi seine Sicht dar. „Du hast Recht“, sagt der Rabbi.
Da ruft die Frau des Rabbis, die alles mit angehört hat, aus dem Nebenzimmer: „Was bist du für ein Rabbi? Du sagst dem einen, er habe Recht, und dem anderen auch. Das kann nicht sein.“
Da antwortet der Rabbi: „Da hast du auch wieder Recht.“

"Der Wert eines Menschen liegt in dem Einlösen seiner Versprechen, nicht im Tragen eines Bartes, denn auch der Steinbock trägt einen Bart, und trotzdem kann der Wolf ihn fressen."


Marokkanisches Sprichwort

"Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten."


Ausspruch von  Albert Einstein, der mittlerweile auf Bürokaffeetassen gehandelt wird und auch beim Sportdirektor des 1. FC Köln zu finden ist.

Für persönliche Zuwendung bleibt definitiv keine Zeit, bei uns geht es stets nur um „Satt, Sauber, Trocken“!


Leiter eines Altenheims auf SWR2

„Aber halt! Man sollte nicht verallgemeinern. Schon gar nicht in Frankreich, wo von allem auch das Gegenteil wahr ist.



Georg Stefan Troller in seinem Buch „MEIN PARIS“

„Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht, wenn man es am bequemsten hat, sondern wenn man sich am besten entfalten kann.“



„Um-die-Ecke-gedacht-Rätsel 2434“ aus der ZEIT, von Henriette W. Hanke
und wie ich finde ein gutes Lebensmotto.

Die Jahre zwischen 20 und 30 sind großartig. Aber dann kommen die 30er, wie ein Müllwagen morgens um fünf.


Werbung für den Kinofilm „Tully“

"So wichtig wie die Braut zur Trauung ist Sünners Schwarzbrot zur Verdauung.“


Werbespruch der bekannten Siegburger Bäckerei Sünner, 1962 bei der Eröffnung des neuen Ladenlokals auf der Kaiserstraße 20

„Beeil dich zu leben, beeil dich zu lieben. Du weißt nie, wann die Bremse reingehauen wird!“



Bestatterin Julia Fuchs

„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“



Mahatma Gandhi

Thea Dorn aus ihrem Buch „deutsch, nicht dumpf“



"An dieser Front würde ich mich auch mit Luther bis aufs Blut streiten und leidenschaftlich die Partei des Humanisten Erasmus von Rotterdam ergreifen: Nein, wir Menschen haben keinen „freien Willen“ in dem Sinne, dass wir als unbeschriebene Blätter zur Welt kämen und diese leeren Seiten nach Belieben vollschreiben könnten. Und trotzdem: Wenn wir uns lediglich als „Lasttiere“ begreifen, die entweder vom „Satan“ oder von „Gott“ geritten werden, und wenn wir darüber hinaus glauben, es liege vollständig außerhalb unserer „freien Wahl“, den jeweiligen „Reiter“ abzuwerfen und zum anderen „zu laufen und ihn zu suchen“, dann sind wir in der Tat keine Menschen mehr, sondern Lasttiere."